SLB Kloepper Rechtsanwälte
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Der Handel über einen Online-Broker oder Discount-Broker bietet eine Reihe von Vorteilen. So ist der Dienst des Onlinebrokers in der Regel schneller, günstiger und vielseitiger als der Kauf und Verkauf von Aktien, Optionen, Zertifikaten und anderen Wertpapieren über die Hausbank.

Allerdings birgt der Handel über einen Online-Broker auch spezifische Gefahren, weiß Rechtsanwalt Dr. Louis Rönsberg, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht: „Gerade nach heftigen Kursbewegungen an den Börsen melden sich bei unserer Kanzlei vermehrt Daytrader und Anleger die Online-Brokerage nutzen, weil sie Probleme hatten ihren Brokerage-Account zu öffnen, weil ihre Order nicht schnell genug ausgeführt wurde oder weil die Quotierung ausgesetzt wurde und ihnen dadurch ein Schaden entstanden ist.

Nach der Erfahrung des Rechtsanwalts kommt es bei der Frage, ob der Online-Broker Schadensersatz schuldet, auf den jeweiligen Einzelfall an.

Hat Online-Broker Pflichten verletzt?

Der Rechtsanwalt prüft zunächst, ob dem Online-Broker bzw. Telefon-Broker eine Verletzung von vertraglichen Pflichten vorgeworfen werden kann. Hat der Online-Broker etwa mit einer sekundenschnellen Ausführung von Orders geworben, so kann er ggf. dafür zur Verantwortung gezogen werden, wenn Aufträge erst mit einer stundenlangen Verzögerung an die Börse weitergeleitet wurden (vgl. Landgericht Nürnberg-Fürth, Az. 14 O 9971/98).

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